Zum Hauptinhalt springen

Herstellkosten von Kautschukteilen: wie Spritzguss, mit einem entscheidenden Unterschied

Ein gepresstes oder vulkanisiertes Kautschukteil aufgliedern: die Struktur deckt sich fast mit dem Spritzguss, aber der Überschuss lässt sich nicht wieder einsetzen — und das verschiebt die lohnende Verbesserung.

Aktualisiert

Die Kostenstruktur eines gepressten Kautschukteils deckt sich fast vollständig mit dem **Spritzguss**: Mehrfachwerkzeug, Zyklus bestimmt die Maschinenzeit, Grat muss entfernt werden. Lesen Sie zuerst den Spritzgussbeitrag — alles dort gilt auch hier, einschließlich der Division der Maschinenzeit durch die Kavitätenzahl.

Dieser Beitrag nennt nur den **Unterschied**, und es gibt genau einen, der groß genug ist, die Schlussfolgerung zu drehen.

Der Überschuss kommt nicht zurück

Thermoplaste lassen sich mahlen und erneut spritzen, Grat und Anguss sind dort also ein **Abzug** in der Kalkulation. Vulkanisierter Kautschuk nicht — die Reaktion ist abgelaufen, der Überschuss wird nicht wieder zum Rohstoff.

Unmittelbare Folge: das **Feld Verwertungserlös ist meist null**, und Sie sollten die 0 eintragen statt das Feld leer zu lassen — damit der Leser weiß, dass es eine Feststellung ist und kein Versäumnis.

Wenn Sie den Kautschuküberschuss an einen Verwerter verkaufen, erfassen Sie den Erlös trotzdem, aber zu einem deutlich niedrigeren Preis als der Rohstoff — den tatsächlichen Preis vom Wiegeschein nehmen, nicht den Rohstoffpreis.

Deshalb liegt die lohnende Verbesserung woanders

Im Spritzguss ist Gratreduzierung eine mittlere Verbesserung, weil der Überschuss zurückgewonnen wird. Beim Kautschuk ist jedes Gramm Grat **endgültig verloren** — dieselbe Verbesserung bringt hier also mehr Geld.

Drei Stellen, nach Lohnenswertem geordnet:

  1. Grat senken — über dichter schließende Werkzeuge oder genauere Einlagemengen.
  2. Ausschuss senken — auch fehlerhafter Kautschuk ist nicht zu retten, er ist so teuer wie Grat.
  3. Vulkanisationszeit im Rahmen der Rezeptur verkürzen — sie macht den größten Teil des Zyklus aus.
Der dritte Punkt ist die Grenze: die Vulkanisationszeit ergibt sich aus Rezeptur und Wandstärke, sie ist nicht frei einstellbar. Wenn Sie hier eine Verbesserung erfassen, gehört der Nachweis dazu, dass das Erzeugnis die mechanischen Kennwerte weiterhin erfüllt.

Zehn Positionen — aus dem Spritzguss übernommen, drei Änderungen

Lesen Sie den Abschnitt der zehn Positionen im Spritzgussbeitrag. Drei Punkte sind beim Kautschuk anders:

PositionWas anders ist
MaterialRohkautschuk, Vernetzungsmittel, Füllstoffe, Alterungsschutzmittel — nach Schussgewicht geteilt durch Kavitäten, wie im Spritzguss
VerwertungserlösMeist null. Die 0 eintragen, das Feld nicht leer lassen
MaschineDie Vulkanisationszeit macht meist den größten Teil des Zyklus aus, die Maschinenstunde wiegt hier also schwerer als im Spritzguss

Die übrigen sieben Positionen — Personal, Werkzeug, Ausschuss, Nacharbeit, Fremdbearbeitung, Verpackung, Transport, Gemeinkosten — gelten unverändert wie im Spritzgussbeitrag.

Verwandte Anleitungen

Weitere Beiträge dieser Branche

Herstellkosten von Kautschukteilen: wie Spritzguss, mit einem entscheidenden Unterschied | costdown.org