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Sperrige Güter: die Fracht bezahlt den Raum, nicht das Gewicht

Warum die Frachtkosten eines Möbelstücks an der Stückzahl je Fahrt hängen, wie man die Fracht auf ein Stück umrechnet, und warum Flachverpackung trotz Mehrarbeit oft billiger ist.

Aktualisiert

Bei Kleinteilen ist die Fracht eine kleine Position, die kaum jemand prüft. Im Möbelbau ist es anders: die Erzeugnisse belegen viel Raum, der Lkw ist voll, weil kein Platz mehr ist und nicht weil die Zuladung erreicht wäre, und die Fracht je Stück kann größer sein als alle Beschläge zusammen.

Der Lkw ist voll, weil kein Platz mehr ist

Eine Fahrt kostet nahezu unabhängig von der Ladung dasselbe. Die Kosten je Stück sind also die Frachtkosten einer Fahrt geteilt durch die **Stückzahl je Fahrt** — und die entscheidet das Maß, nicht das Gewicht.

Ein Erzeugnis leichter zu machen senkt die Fracht deshalb nicht. Es so zu gestalten, dass **mehr davon auf den Lkw passt**, schon.

Die Fracht auf ein Stück umrechnen

Zwei Felder eintragen: Kosten je Fahrt und Stückzahl je Fahrt. Das System teilt und rundet die Zahl der Fahrten **auf** — es gibt keine halbe Fahrt.

Woher die Zahlen kommen: die Kosten aus der letzten Frachtrechnung; die Stückzahl je Fahrt aus tatsächlichen Lieferscheinen, nicht aus dem Laderaummaß geschätzt.

Bei Fremdbearbeitung an Hin- und Rückweg denken. Bei sperrigen Gütern sind diese beiden Strecken oft teurer als die Bearbeitung selbst.

Flachverpackung: mehr Arbeit und trotzdem billiger

Zerlegen und flach verpacken kostet zusätzliche Verpackungsarbeit und muss meist mit Montagearbeit beim Kunden ausgeglichen werden. Es vervielfacht aber die Stückzahl je Fahrt.

Das ist die Art von Verbesserung, bei der die Kalkulation **zwei Positionen gegenläufig** zeigt: Personal steigt, Transport sinkt. Daran ist nichts falsch — tragen Sie beides ein und lassen Sie die Differenz sprechen.

Tragen Sie nicht nur die sinkende Seite ein. Die steigende vollständig zu erfassen ist das, was Ihren Vorschlag standhalten lässt, wenn jemand nachrechnet — und Leser vom Fach schauen genau dort zuerst hin.

Transportschäden sind Frachtkosten, kein Fertigungsausschuss

Angeschlagene Ecken, zerkratzte Flächen, gelöste Kanten auf dem Transport sind Folgen von Verpackung und Ladungssicherung, gehören also zu Fracht und Verpackung und nicht zum Fertigungsausschuss.

Falsch eingeordnet verliert man die Ursachenspur: fassen Sie es mit dem Fertigungsausschuss zusammen, sucht der Betrieb den Fehler in der Fertigung, wo möglicherweise gar keiner ist.

So erfassen: den Wert eines auf dem Transport beschädigten Stücks mit den vollen aufgelaufenen Kosten eines fertigen Erzeugnisses ansetzen, denn zu diesem Zeitpunkt hat es alle Arbeitsgänge durchlaufen.

Montage beim Kunden

Enthält der Auftrag die Montage, gehören Montagearbeit, Anfahrt und Wartezeit auf der Baustelle zum Erzeugnis. Es sind keine Vertriebskosten.

Diese Position läuft am leichtesten aus dem Ruder, weil sie von Dingen abhängt, die Sie nicht steuern: die Baustelle ist nicht fertig, der Aufzug fällt aus, es gibt keinen Halteplatz. Notieren Sie die tatsächlichen Stunden der letzten Montagen, statt mit dem ursprünglichen Schätzwert zu rechnen.

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Sperrige Güter: die Fracht bezahlt den Raum, nicht das Gewicht | costdown.org