Papierverbrauch und Ausschießen: die Nutzenzahl entscheidet die Papierkosten
Papier je Druckbogen statt je Erzeugnis rechnen, warum die Nutzenzahl wichtiger ist als das Erzeugnisformat, und drei Wege zu weniger Bogen ohne Gestaltungsänderung.
Papier ist meist die größte Position der Druckkalkulation, und es wird beim Ausschießen entschieden — dem Schritt, der in der ganzen Kette die wenigste Zeit kostet.
Papier rechnet je Druckbogen, nicht je Erzeugnis
Sie kaufen Papier als Bogen in festen Formaten. Ein Bogen enthält mehrere Nutzen, die Papierkosten je Stück sind also **Bogenpreis geteilt durch Nutzenzahl**.
Ein kleineres Erzeugnis ist deshalb nicht automatisch billiger. Verkleinern Sie das Format und es bleiben trotzdem acht Nutzen auf dem Bogen, ändern sich die Papierkosten je Stück **um keinen Cent** — Sie erzeugen nur mehr Rand.
Bogenformat wählen: ein Erzeugnis, zwei Formate, zwei Kalkulationen
Dasselbe Erzeugnis auf zwei verschiedenen Bogenformaten ergibt verschiedene Nutzenzahlen und verschiedene Randverluste. Das je Bogen günstigere Format ist nicht zwingend das je Stück günstigere.
So vergleichen Sie: für jedes verfügbare Format den Bogenpreis durch die Nutzenzahl teilen. Drei bis vier Formate zu vergleichen reicht, um zu sehen, welches zu diesem Erzeugnis passt.
Die Randbedingung nicht vergessen: das Bogenformat ist zusätzlich durch Druckmaschine und Stanze begrenzt. Ein rechnerisch günstigstes Format, das die Maschine nicht fahren kann, ist keine Option.
Verluste außerhalb des Ausschießschemas
- Greiferrand und Anlage — dort lässt sich nichts drucken.
- Beschnitt nach dem Stanzen oder nach dem Endformatschnitt.
- Zerknitterte oder doppelt eingezogene Bogen im Lauf.
- Makulatur beim Einrichten — der größte Anteil, mit eigenem Beitrag.
So fassen Sie alle Verluste in einer abgleichbaren Zahl zusammen: **tatsächlich ausgegebene Bogen** geteilt durch **tatsächlich gelieferte Stücke**. Diese Zahl passt zum Materialschein, anders als der theoretische Verbrauch, der nur eine Vorhersage ist.
Drei Wege zu weniger Bogen ohne Gestaltungsänderung
- Das Erzeugnismaß um wenige Millimeter ändern, damit ein Nutzen mehr auf den Bogen passt.
- Mehrere Erzeugnisse mit demselben Papier auf einem Bogen ausschießen — der Rest des einen füllt den anderen.
- Auf ein Bogenformat wechseln, das besser zum Seitenverhältnis passt, sofern die Maschine es fahren kann.
Alle drei messen sich an einer einzigen Zahl: ausgegebene Bogen geteilt durch gelieferte Stücke, vorher und nachher. Ohne Messtechnik und ohne Investition.
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