Herstellkosten von Lederwaren: wie Bekleidung beim Zuschnitt, anders weil Leder ungleichmäßig ist
Ein Erzeugnis aus Leder oder Kunstleder aufgliedern: der Linienaufbau gleicht der Bekleidung, aber der Lederverbrauch hängt an der Qualität jeder Haut, es gibt also keinen festen Wert.
Die Kostenstruktur von Lederwaren liegt nahe an der **Bekleidung**: Fertigung in der Linie, das Geld steckt im Material und in den Linienminuten, Personalkosten über SAM. Lesen Sie zuerst den Bekleidungsbeitrag — sowohl der SAM-Teil als auch die zehn Positionen gelten.
Dieser Beitrag nennt den Unterschied, und er liegt im Material selbst.
Leder ist keine gleichmäßige Bahn
Stoff ist eine rechteckige Bahn mit gleichmäßiger Qualität, das Schnittbild liefert deshalb einen stabilen Verbrauchswert. Leder nicht: jede Haut hat ihre eigene Form, dickere und dünnere Stellen, Narben, Insektenstiche und Bereiche, die nur für verdeckte Teile taugen.
Folge: **der Lederverbrauch ist kein fester Wert**, er hängt an der Qualität der Lederpartie und am Können der Person am Zuschnitt. Dasselbe Schuhmodell ergibt bei zwei Lederpartien zwei verschiedene Verbrauchswerte.
Qualitätszonen: eine Haut liefert Teile verschiedener Güte
Sichtbare Teile brauchen schöne Lederbereiche; verdeckte Teile kommen mit schlechteren aus. Eine Haut hat deshalb keinen einheitlichen Preis je Fläche — der schöne Teil ist teurer als der Rest.
Einfache und dennoch richtige Erfassung: **eine Zeile für das gesamte Leder** mit dem tatsächlichen Durchschnittspreis der Partie, statt Preise nach Zonen aufzuteilen. Die Zahl «ausgegeben geteilt durch geliefert» bildet ohnehin ab, wie gut Sie die Haut ausgenutzt haben.
Kunstleder liegt näher an der Bekleidung
Kunstleder und beschichtete Gewebe kommen als Rolle in fester Breite mit gleichmäßiger Qualität — damit gilt wieder die Rechenweise der Bekleidung: Verbrauch aus dem Schnittbild, stabil zwischen den Partien.
Verwendet Ihr Erzeugnis beides, erfassen Sie zwei getrennte Zeilen, denn die Verbrauchswerte werden auf verschiedene Weise ermittelt.
Zehn Positionen — aus der Bekleidung übernommen, zwei Änderungen
| Position | Was anders ist |
|---|---|
| Material | Leder nach ausgegebener Fläche geteilt durch gelieferte Stücke, kein theoretischer Wert. Zutaten (Sohlen, Schnallen, Garn, Kleber, Futter) an einem Muster abzählen |
| Werkzeug | Zusätzlich die Stanzmesser je Modell — jedes Modell hat seinen Satz, geteilt durch alle Stücke ihrer Lebensdauer, wie die Stanzform in der Druckbranche |
Die übrigen acht Positionen gelten wie im Bekleidungsbeitrag. Auch SAM und Linieneffizienz werden hier genauso gerechnet — die Lederbranche nutzt denselben Rechenweg.
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