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Schachteln und verkaufsfähiger Schrott: zwei Seiten derselben Zahl

Warum der Schachtelplan den größten Teil der Blechkosten entscheidet, wie der Schrotterlös erfasst wird, ohne doppelt abzuziehen, und drei Wege zu weniger Tafeln ohne Konstruktionsänderung.

Aktualisiert

Blech ist meist die größte Position in den Herstellkosten eines Blechteils. Und es hat eine Eigenschaft, die die meisten anderen Branchen nicht haben: **der Verschnitt ist nach Gewicht zu einem realen Marktpreis verkäuflich**.

Damit sind zwei Zahlen — eingekauftes Blech und verkaufter Schrott — zwei Seiten derselben Entscheidung: des Schachtelplans.

Blechkosten hängen nicht am Teilegewicht

Sie kaufen Blech als Tafel oder Coil. Das Teil belegt einen Flächenanteil, und was zwischen den Teilen liegt, ist für kein anderes Teil brauchbar.

Zwei Teile mit gleichem Fertigteilgewicht können sich deshalb erheblich in den Blechkosten unterscheiden, nur weil eines dicht schachtelt und das andere nicht. Runde oder unregelmäßige Konturen kosten bei gleichem Gewicht immer mehr als rechteckige.

Ein Maß geringfügig zu ändern, damit eine Reihe mehr auf die Tafel passt, spart bisweilen eine ganze Tafel je Auftrag. Das ist die billigste Verbesserung der Branche und braucht nur ein Gespräch mit der Programmierung.

Schrott: der einzige Abzug

Restgitter, Ausschnittbutzen, Tafelreste, Ausschussteile — alles bezahlter Stahl und alles nach Gewicht wiederverkäuflich. Tragen Sie es im Feld **Verwertungserlös** ein, das System zieht es von den Materialkosten ab.

Zwei Felder: Schrottgewicht je Teil und Schrottpreis. Das Gewicht ergibt sich aus der Differenz zwischen ausgegebenem Blech und geliefertem Fertigteilgewicht; den Preis liefert der letzte Wiegeschein.

Nicht doppelt abziehen. Haben Sie als Blechgewicht das «Fertigteilgewicht» statt der «belegten Fläche» genommen, dann haben Sie den Schrott bereits abgezogen — ihn zusätzlich im Erlösfeld einzutragen wäre der zweite Abzug.

Derselbe Mechanismus wie beim Regranulat im Spritzguss, mit einem Unterschied: Kunststoff ist **wiederverwendbar**, sein Wert bemisst sich also am Neuwarepreis abzüglich Mahlkosten; Stahl wird **verkauft**, hier gilt der tatsächliche Verkaufspreis.

Sortieren erhöht den Schrottpreis

Verzinkter Stahl, Schwarzblech und Edelstahl haben deutlich verschiedene Schrottpreise. Gemischt verkauft wird meist nach der niedrigsten Sorte abgerechnet.

Eine Verbesserung ohne Anschaffung: Sortierbehälter direkt am Arbeitsplatz, gemessen am durchschnittlichen Preis je Kilogramm auf dem Wiegeschein, vorher und nachher.

Drei Wege zu weniger Tafeln ohne Konstruktionsänderung

  1. Mehrere Aufträge mit gleicher Dicke und Blechsorte in einen Schachtelplan legen — der Rest des einen füllt den anderen.
  2. Kleine Teile in die Lücken zwischen großen legen.
  3. Brauchbare Blechreste aufbewahren und sortieren, mit Stellplatz und Zuständigkeit.

Alle drei messen sich an einer einzigen Zahl: ausgegebene Tafeln geteilt durch gelieferte Teile, vorher und nachher.

Der dritte Weg kostet **Fläche**, nicht Geld — und Fläche in der Halle hat keine Rechnung, also rechnet sie niemand. Ist Ihre Halle eng, schlagen Sie diese Fläche den Gemeinkosten zu, bevor Sie den Weg für billig erklären.

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