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Werkzeugkosten in der Zerspanung und wie man sie senkt

Fräser, Wendeschneidplatten und Bohrer auf ein Teil umrechnen, die Standzeit mit dem vorhandenen Wechselbuch messen und drei Verbesserungen, die sich mit genau dieser Zahl nachweisen lassen.

Aktualisiert

Werkzeuge sind die Position, die fast jedes Werk auf dieselbe Weise falsch erfasst — und zugleich die am leichtesten zu verbessernde, weil der Nachweis bereits im Werkzeugwechselbuch liegt.

Auf ein Teil umrechnen

Ein Fräser wird nicht in einem Teil verbraucht. In die Kalkulation geht der verschlissene Anteil:

  • Vollhartmetallwerkzeug: Preis geteilt durch die Teile bis zum Wechsel.
  • Nachschleifbares Werkzeug: Preis geteilt durch die Summe der Teile über alle Nachschliffe, zuzüglich der Kosten je Nachschliff.
  • Wendeschneidplatte: Plattenpreis durch die Zahl der Schneiden, dann durch die Teile je Schneide.
  • Halter, Spannzangen, Aufnahmen: halten unabhängig von der Menge Jahre, gehören also zur Investition oder zu den Gemeinkosten, nicht zu den Werkzeugkosten je Teil.
Die Grenze zwischen Werkzeug und Investition verläuft dort, wo etwas mit der Stückzahl verschleißt. Verschleiß mit der Menge heißt Werkzeug; jahrelange Nutzung unabhängig von der Menge heißt Investition.

Standzeit messen, ohne etwas zu kaufen

Die Standzeit ist eine Zahl Ihres Werks. Der Katalog nennt die Prüfbedingungen des Herstellers; Ihre unterscheiden sich in Werkstoff, Maschinenbaujahr, Steifigkeit der Vorrichtung und sogar in den Gewohnheiten des Bedieners.

Der billigste Weg: Wechseldatum und die Zahl der zwischen zwei Wechseln gelaufenen Teile etwa einen Monat lang notieren. Der Mittelwert aus zehn Wechseln reicht, und es ist **Ihre echte** Zahl — das, womit jeder Bericht standhält.

Drei Verbesserungen, messbar mit derselben Zahl

  1. Nach gemessener Standzeit wechseln statt nach Gefühl — ein Werkzeug, das noch brauchbar weggeworfen wird, ist Geld, das niemand sieht.
  2. Schneidstoff oder Beschichtung wechseln — Standzeit vorher und nachher mit derselben Methode gemessen, der Vergleich ist damit sauber.
  3. Automatische Verschleißkorrektur statt Einfahrteilen — weniger Einfahrteile, messbar an der Rohteilzahl im Schichtbuch.

Alle drei brauchen keine Anschaffung, die Amortisation rechnet sich deshalb meist in Wochen. Es ist zugleich die Art von Vorschlag, die andere Werke am leichtesten übernehmen — und deshalb die meistgelesene.

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