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Stoffverbrauch und Verluste: die größte Position in der Bekleidungskalkulation

Den Stoffverbrauch aus dem Schnittbild nehmen statt aus der Fläche abzuleiten, die Verluste außerhalb des Schnittbilds erfassen und alles auf ein Stück umrechnen.

Aktualisiert

Bei den meisten Modellen ist Stoff die größte Position der Herstellkosten. Ein kleiner Fehler hier wiegt schwerer als große Fehler in allen anderen Positionen zusammen — er verdient also die sorgfältigste Messung.

Aus dem Schnittbild nehmen, nicht aus der Fläche ableiten

Die Fläche der Schnittteile ist immer kleiner als der tatsächliche Stoffbedarf, denn zwischen den Teilen bleibt immer Unbrauchbares. Das Schnittbild sagt, wie viele Meter ein Stück bei genau der eingekauften Breite belegt, und rechnet das bereits ein.

Der Verbrauch muss deshalb aus dem tatsächlichen Schnittbild des Modells stammen, bei der tatsächlichen Stoffbreite. Eine andere Breite bedeutet einen anderen Verbrauch, auch wenn sich am Erzeugnis nichts ändert.

Vier Verluste außerhalb des Schnittbilds

  • Ballenanfänge und Legeenden — Stoff, der für eine weitere Lage nicht mehr reicht.
  • Fehlerhafte Ballen, die nach der Stoffschau ausgesondert werden.
  • Mehrverbrauch durch Farbabweichungen zwischen Ballen, die getrennte Zuschnitte je Farbpartie erzwingen.
  • Probezuschnitte, Musterteile und der Vorbehalt für Nacharbeit.

Diese vier sind **bezahlter** Stoff, der nicht zum Erzeugnis wird. Sie wegzulassen heißt, die Herstellkosten zu niedrig anzusetzen, und die Abweichung ist bei mehrfarbigen Modellen und schwierigen Stoffen am größten.

Alles auf ein Stück umrechnen

Die tatsächlich für den Auftrag ausgegebenen Meter durch die tatsächlich gelieferten Stücke teilen. Diese Zahl enthält automatisch alle Verluste und lässt sich mit dem Materialschein abgleichen — anders als der theoretische Verbrauch, der nur eine Vorhersage ist.

Wenn Sie mit dem theoretischen Verbrauch erfassen, schreiben Sie das in den Nachweisteil. Die beiden Wege liefern verschiedene Zahlen, und Leser vom Fach werden fragen, welchen Sie genommen haben.

Verbesserungen sind hier sofort messbar

  1. Schnittbild verbessern — gemessen an den Metern je Stück, vorher und nachher.
  2. Ballenanfänge senken, indem Modelle gleicher Breite zusammengelegt werden — gemessen an derselben Zahl ausgegeben durch geliefert.
  3. Stoffschau am Wareneingang verschärfen — gemessen an ausgesonderten Ballen und an Ausschuss durch Stofffehler.

Weil Stoff die größte Position ist, ist ein Prozent hier meist mehr wert als mehrere Prozent anderswo. Deshalb lohnt es, die Suche nach Einsparungen genau hier zu beginnen.

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Stoffverbrauch und Verluste: die größte Position in der Bekleidungskalkulation | costdown.org