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Makulatur beim Einrichten: Materialkosten, die nicht an der Auflage hängen

Warum ein Auftrag über 500 und einer über 50.000 Bogen dieselbe Makulatur verbrauchen, wie man sie als losfixe Kosten erfasst, und warum Auftragsbündelung die billigste Verbesserung der Druckbranche ist.

Aktualisiert

Die vier anderen Branchen in dieser Sammlung kennen ebenfalls Vorgangskosten — Rüsten, Werkzeugwechsel, Farbwechsel. Dort ist dieser Anteil aber **Zeit**. Der Druck ist die einzige Branche, in der der Vorgangsanteil auch **tatsächlich vernichtetes Material** enthält.

Warum sie nicht an der Auflage hängt

Bis der erste brauchbare Bogen kommt, muss die Maschine eine Einrichtphase durchlaufen: Passer einstellen, Farbe einstellen, Druckbeistellung. Die dabei verbrauchte Bogenzahl hängt von **Maschine, Papier, Farbenzahl und Erfahrung** ab — nicht davon, wie viel Sie drucken wollen.

Unmittelbare Folge: dieselbe Papiermenge auf 500 oder auf 50.000 Bogen verteilt ergibt zwei Zahlen im Verhältnis hundert zu eins. Bei kleinen Auflagen kann dieser Anteil größer sein als das Papier im Erzeugnis.

Deshalb ist eine Druckkalkulation ohne angegebene Auflage nicht lesbar. Es fehlt nicht eine Zusatzangabe — es fehlt der Nenner einer ganzen Kostengruppe.

Wo sie in Costdown erfasst wird

Im Feld für **losfixe Kosten**, nicht zusammen mit dem Papier im Erzeugnis. Zwei Felder: Wert der Makulatur eines Einrichtvorgangs und Stückzahl eines Druckvorgangs.

Das System teilt auf ein Stück herunter und rundet die Zahl der Vorgänge **auf** — es gibt keinen halben Einrichtvorgang. Muss Ihr Auftrag in zwei Durchgängen laufen, weil das Format nicht passt, sind das zwei Einrichtvorgänge.

Es müssen **beide** Felder ausgefüllt sein. Fehlt eines, rechnet das System nicht, und es rät das andere bewusst nicht — eine geratene Losgröße erfindet eine Zahl, die echt aussieht.

Mit dem Fertigungsauftrag messen, nicht schätzen

Kostenlose Messmethode: **ausgegebene Bogen** minus **tatsächlich gelieferte Bogen**, davon den während der Auflage entstandenen Ausschuss abziehen. Was bleibt, ist die Makulatur des Einrichtens.

Machen Sie das für etwa zehn zurückliegende Aufträge und mitteln Sie, getrennt nach Maschinenart und Farbenzahl. Diese Zahl gehört Ihrem Betrieb und hält in jedem Bericht stand, weil sie sich mit dem Lager abgleichen lässt.

Abgrenzung zum Ausschuss, denn beide senkt man verschieden

MakulaturAusschuss
WannVor der AuflageWährend der Auflage
PlanbarJa — ein notwendiger SchrittNein — eine Störung
Gesenkt durchAufträge bündeln, Zahl der Vorgänge senkenProzess, Instandhaltung, Schulung

Zusammengefasst stimmt die Summe weiterhin, aber Sie verlieren die Fähigkeit zu wissen, was zu tun ist. Das eine verlangt eine Änderung in der Auftragsannahme, das andere eine Änderung an der Maschine.

Aufträge bündeln: die billigste und meistübersehene Verbesserung

Nutzen zwei Aufträge dasselbe Papier und dieselbe Farbenzahl, braucht ein gemeinsamer Durchgang nur einen Einrichtvorgang statt zweier. Die Einsparung ist **eine vollständige Makulatur** — und sie kostet keine Anschaffung.

Vorher und nachher mit derselben Zahl messen: ausgegebene Bogen minus gelieferte Bogen, geteilt durch die Stückzahl.

Diese Verbesserung wird gern übersehen, weil sie nicht in der Fertigung liegt — sie liegt in Auftragsannahme und Planung. Das Geld landet trotzdem in derselben Zeile der Kalkulation.

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Makulatur beim Einrichten: Materialkosten, die nicht an der Auflage hängen | costdown.org