Fertigungsgemeinkosten auf das Produkt verteilen, ohne doppelt zu zählen
Wie Fertigungsgemeinkosten - Gebäudeabschreibung, Beleuchtung, Meisterlöhne, allgemeine Instandhaltung - in die Stückkosten eingehen, und die eine Stelle, an der dieses Geld doppelt gezählt wird.
Gebäudeabschreibung, Hallenbeleuchtung, zentrale Druckluft, Meister und Techniker, das Materiallager, allgemeine Instandhaltung - echtes Geld, das an keiner einzelnen Maschine hängt. Dieser Beitrag zeigt, wie es in die Stückkosten eingeht, und die eine Stelle, an der es doppelt gezählt wird.
Vollkosten oder Einzelkosten - eines wählen und es sagen
Lassen Sie diese Kategorie leer, ist das Ergebnis TROTZDEM richtig; es beantwortet nur eine andere Frage. Sie haben dann Einzelkosten, keine Vollkosten.
Beides ist brauchbar. Ärger entsteht erst, wenn zwei Leute zwei Zahlen unterschiedlicher Art vergleichen, ohne es zu sagen - dann haben beide recht und die Diskussion führt nirgendwohin.
Fertigungsgemeinkosten (OVERHEAD)
Werkskosten, die an keiner einzelnen Maschine hängen: Gebäudeabschreibung, Beleuchtung, werksweite Druckluft, Gehälter von Meistern und Technik, Lager, allgemeine Instandhaltung, Industriereinigung.
Gemeinkosten gesamt = Summe der zugewiesenen Beträge je Monat. Nicht mit der Menge multiplizieren: Das ist bereits ein Monatswert.
Beachten Sie die Form: dieses Feld nimmt den Betrag für den GANZEN MONAT und wird nicht mit der Menge multipliziert. Das ist der einzige strukturelle Unterschied zu den anderen neun Kategorien - und die Stelle, an der der Tippfehler passiert.
Rechenbeispiel: die Buchhaltung legt 9.000.000 im Monat auf diese Sachnummer um, der Monat fertigt 2.000 Stück -> das System teilt auf 4.500 je Stück herunter. Sie tippen 9.000.000, nicht 4.500.
Die eine Stelle, an der dieses Geld doppelt gezählt wird
Die Kategorie Maschinen hat ein Feld „Gemeinkosten je Maschinenstunde". Auch das sind Gemeinkosten - nur mit einer anderen Bezugsgröße: MASCHINENLAUFSTUNDEN.
Dasselbe Geld an beiden Stellen erfasst zählt doppelt, und keine Warnung fängt es ab: die Zahl kommt heraus, sieht plausibel aus und ist schlicht zu hoch.
| Fall | Wohin es gehört |
|---|---|
| Geld, das sich mit Maschinenlaufstunden verteilt (Druckluft, Maschineninstandhaltung) | Feld „Gemeinkosten je Maschinenstunde" unter Maschinen |
| Geld ohne Bezug zu einer Maschine (Gebäudeabschreibung, Meisterlohn) | Kategorie Fertigungsgemeinkosten |
| Ein Handarbeitsplatz ohne laufende Maschine | Muss Fertigungsgemeinkosten sein - ein Feld je Maschinenstunde erreicht ihn nicht |
Was hier NICHT hineingehört
- Vertrieb, Marketing und Verwaltungslöhne - die liegen außerhalb der Fertigung und gehören nicht zu den Herstellkosten.
- Die Abschreibung genau der Maschine, die dieses Teil fertigt - das ist Maschinen.
- Alles, was Sie bereits im Feld „Gemeinkosten je Maschinenstunde" erfasst haben - siehe oben.
- Die Gemeinkosten des ganzen Werks auf eine Sachnummer gebucht - erklären Sie nur den auf dieses Teil umgelegten Anteil.
Wann sich das Ausfüllen lohnt
Wenn Sie eine Zahl brauchen, um einen Verkaufspreis zu verhandeln oder die Frage „verdient dieses Teil Geld" zu beantworten. Einzelkosten können das nicht.
Vergleichen Sie dagegen nur zwei Varianten desselben Schrittes, dürfen Sie es meist auf beiden Seiten leer lassen: der gemeinsame Teil ist vorher wie nachher gleich und kürzt sich in der Differenz heraus. Weglassen kostet Sie dann nichts und spart einen Gang in die Buchhaltung.
Mit eigenen Zahlen ausprobieren: Kalkulator öffnen und die Kategorie Fertigungsgemeinkosten wählen.
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