Nacharbeitskosten je Teil richtig rechnen - und warum das kein Ausschuss ist
Die Formel für Nacharbeitskosten je Teil, wie man ein rettbares Teil von einem zu verschrottenden unterscheidet, und warum das Zusammenwerfen beider die Kosten immer zu hoch ausweist.
Ein Teil, das falsch herauskam, aber noch zu retten ist - ausgebessert, nachgeschweißt, neu lackiert, nachbearbeitet - kostet echtes Geld, aber in einer anderen Form als ein Teil, das weggeworfen wird. Dieser Beitrag zeigt, wie man das bepreist und wo die Grenze zwischen beiden verläuft.
Nacharbeit und Ausschuss unterscheiden sich an einer Frage
Die Frage lautet: wird dieses Teil am Ende trotzdem verkauft?
| Ausschuss | Nacharbeit | |
|---|---|---|
| Was mit dem Teil passiert | Weggeworfen | Wird trotzdem verkauft |
| Muss Ersatz gefertigt werden? | Ja | Nein |
| Formel | Hochgerechnet über die Fehlerquote - man muss mehr fertigen, um genug zu liefern | Einfache Multiplikation - nur der Reparaturaufwand kommt dazu |
| Was verloren geht | Alles, was bis dahin in das Teil gesteckt wurde | Nur der zusätzliche Aufwand und das Material der Reparatur |
Nacharbeit
Falsch gefertigte, aber RETTBARE Teile: nachbessern, nachschweißen, neu lackieren, nachbearbeiten. Zusatzaufwand, aber kein Ersatzteil nötig.
Eintragen, wenn es einen Nacharbeitsschritt gibt. Eine eigene Kostenart neben Ausschuss, weil beide mathematisch verschieden sind.
Das Feld „Kosten je Reparatur" nimmt beide Formen: einen festen Betrag je Reparatur, oder die aufgewendeten Minuten plus einen Minutensatz. Die zweite ist näher an der Wahrheit, wenn die Reparatur überwiegend Personenzeit ist - dann lässt sie sich mit der Stoppuhr messen statt schätzen.
Rechenbeispiel: 2.000 Stück im Monat, 3% müssen ausgebessert werden, jede Ausbesserung kostet 8.000 -> 2.000 x 0,03 x 8.000 = 480.000 im Monat. Nichts wird hochgerechnet, denn diese 60 Stück gehen trotzdem raus; es wird kein Ersatz gefertigt.
Was hier NICHT hineingehört
- Vollständig verschrottete Teile - das ist die Kategorie Ausschuss, mit eigener Hochrechnung.
- Reparaturzeit, die Sie bereits in die Löhne unter Personal gepackt haben - an beiden Stellen erfasst zählt doppelt, und keine Warnung greift.
- Der Prüfaufwand, der die Fehler FINDET - das ist Prüfzeit und gehört zu Personal. Hier zählt nur das Reparieren.
- Vertragsstrafen oder Entschädigungen wegen verspäteter Lieferung durch Nacharbeit - das ist eine kaufmännische Folge, keine Kosten der Herstellung eines Teils.
Drei häufige Fehler
| Fehler | Wirkung auf die Zahl |
|---|---|
| Nacharbeit der Einfachheit halber zum Ausschuss schlagen | Kosten kommen zu hoch heraus, und jede Verbesserung der Fehlerquote sieht nach mehr Einsparung aus, als sie ist |
| Reparaturzeit in Personal packen | Die Qualitätskosten verschwinden - „Kosten des Herstellens" und „Kosten des Nachmachens" sind nicht mehr getrennt lesbar |
| Leer lassen, weil „das ist doch wenig" | Ein leeres Feld wird als null addiert. Bei Lackieren oder Schweißen ist es selten so wenig, wie es sich anfühlt |
Wann sich das getrennte Ausweisen lohnt
Wenn Sie darüber streiten, ob die Eingangsqualität schärfer geprüft werden soll. Trennen Sie „Kosten des Nachmachens" von „Kosten des Herstellens", und die beiden Optionen trennen sich von selbst - niemand muss den Streit gewinnen.
Und wenn Ihre Verbesserung direkt auf die Fehlerquote zielt: hier bewegt sich die Zahl, und in einer anderen Kategorie vergraben sehen Sie die Bewegung nicht.
Mit eigenen Zahlen ausprobieren, ohne Anmeldung: Kalkulator öffnen und die Kategorie Nacharbeit wählen.
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