Herstellkosten Sägewerk und Holzwerkstoffe: Ausbeute nach Volumen
Herstellkosten von Schnittholz, Sperrholz, Spanplatte und MDF: vorgelagert zur Möbelfertigung, Ausbeute nach Volumen statt Gewicht; bei Holzwerkstoffen sind Leim und Pressenergie eigene Posten.
Sägewerk und Holzwerkstoffe liegen eine Stufe vor der Möbelfertigung. Möbel rechnen mit der Anzahl entnommener **Platten**, hier entsteht die Platte erst – deshalb wird nach **Volumen** gerechnet. Einheit: 1 m³ Rundholz oder 1 m² Fertigplatte.
Prozess
- Rundholzeingang
- Einschnitt oder Schälen
- Trocknung
- Pressen (nur Holzwerkstoffe: Beleimung, Heißpresse)
- Schleifen, Zuschnitt
- Sortierung
- Verpackung, Versand
Zwei Besonderheiten
1. Ausbeute nach Volumen
Fertigvolumen ÷ eingesetztes Rundholzvolumen. Die meisten Branchen bilanzieren nach Gewicht, Holz nach Volumen. Schwarten, Sägemehl und Reste bilden die Differenz – das Pendant zum Ausschuss.
2. Holzwerkstoffe – Leim und Pressenergie
Im Material stehen Holz (m³) und Leim (kg/l) nebeneinander – nicht zu einem Preis zusammenfassen. Heißpresse und Trockner verbrauchen laufend Energie; Stromkosten getrennt zu erfassen ist realistischer als nur die Abschreibung.
Weitere Kostenarten
Gerät (Bandsäge, Schälmaschine, Presse – Eigentum), Lohn, Verbrauchsmaterial (Sägeblätter, Schärfsteine), Fremdleistung (Lohntrocknung, Holzschutz), Nacharbeit (Nachpressen), Verpackung, Transport (sperrig – Fracht nach Ladevolumen wie bei Möbeln), Gemeinkosten (Gebäudeabschreibung, Absaugung).
Nachweise
- Rundholzvermessung
- Chargenweise Fertigmengen und Ausbeute
- Leimverbrauch je Pressung
- Sortierprotokolle
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